| Vereinsgeschichte |
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Auf fast 40.Jahre Motorsportgeschichte kann der MSC Walldorf/Werra mittlerweile zurückblicken.
Mit zirka 30 Mitgliedern wurde der heutige Motorsportclub Walldorf 1972 als „Grundorganisation Motorsport“ gegründet. Der Name wechselte später noch in Automatik - und Robotron Walldorf, bis man sich Mitte der neunziger Jahre in MSC Walldorf/Werra umbenannte.
Damals wie auch heute noch hat man sich den Motorradgeländesport verschreiben. So wurde von Anfang an Wettkämpfen auf zwei Rädern teilgenommen, vor allem im Motorradmehrkampf und Motorradpatroullie fahren. Spezialmotorräder hatte noch niemand, es wurde auf ganz normalen Motorrädern der Marke MZ aus Zschopau und später mit Einführung der Mopedklasse auf der in Suhl gebauten Simson gefahren. Trainiert hat man aber damals schon wie auch heute wieder auf der Strecke „Am Dörnig“. Bei Wettkämpfen zur Bezirks- und DDR Meisterschaft wurden erste Erfahrungen gesammelt und auch bald die ersten Erfolge eingefahren. 1974 beteiligte sich die Männermanschaft an Aufstiegsläufen in die DDR-Liga, man errang einen 3.Platz von 20 Mannschaften und der Aufstieg war geschafft. Dort konnte man sich sieben Jahre halten bis 1981 der Abstieg erfolgte. Inzwischen war aber 1977 auch die Jugendmannschaft in die DDR Liga aufgestiegen. Viele Siege und vordere Platzierungen wurden eingefahren und 1987 der Vize-Meister erkämpft. Ein Jahr später, 1988, gelang dann der größte Erfolg der Vereinsgeschichte und die Mannschaft mit den heutigen Vorsitzenden Uwe Hildebrand, Mike Nothnagel, Fred Limpert, Mike Witschorke und Frank Mey wurde DDR Meister.
In diesem Jahr konnten auch die ersten Spezialmotorräder der tschechischen Marke CZ angeschafft werden, 4 Enduromaschinen und ein Moto-Cross-Motorrad. 1973, 1977 und 1989 wurden auch die ersten Geländefahrten „Rund um Walldorf“ durchgeführt.
Als 1989 die Wende kam gab es auch ein Umbruch im Walldorfer Club. 1990 erfolgte der Beitritt zum Deutschen Motorsport Verband als Motorsportclub Robotron Walldorf e.V. im DMV. Trainiert konnte auf der Strecke am Dörnig nicht mehr, nur für die Rennen die seit 1993 wieder ausgetragen wurden gab es Sondergenehmigungen.
Die Jugend übernahm so langsam die Führung im Verein und begann für die Genehmigung der Strecke zu kämpfen welche im Jahr 2000 neu erteilt wurde. So könnte wieder ein geregelter Trainingsbetrieb stattfinden. Ab da an begann auch Stück für Stück der Umbau des Geländes zu einer wunderschönen Motorsportarena. Mit dem nun schon legendären 4.Stunden Novemberenduro und einem Lauf zur Deutschen Cross Country Meisterschaft stehen auch wieder zwei Veranstaltungen im Motorrsportkalender. Einen guten Ruf hat sich der Verein auch bei Behörden und Ämtern des Landkreises gemacht, vor allem wenn es um die Bindung der Jugend geht und den Kampf gegen die illegale Wald und Wiesen-Crosserei.
Inzwischen hat der Verein über 60 Mitglieder, und auch die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. Rico Nothnagel war einer der besten Moto-Crosser, wurde 1995/96 Thüringen Meister und 1996/97 gewann er die Deutsche Jugendförderung im Motorsport. Uwe Hildebrand, Frank Eulenstein, Alexander Meisch, Sandro Lemuth, Thomas Glauer, Stefan Weingarten und natürlich Gunnar Junge und Matthias Kerschner erkämpften viele Siege und vordere Platzierungen im Moto-Cross, beim Motorradbiathlon, Thüringen Meisterschaften im Deutschen Enduropokal und der Deutschen Enduromeisterschaft. Gunnar Junge und Matthias Kerschner stellten Ihr Können sogar in der Enduro Weltmeisterschaft unter beweis und erkämpften bei den Six-Days Silber- und Bronzemedallien für das Deutsche Nationalteam.
Einen guten Nachwuchs hat der Verein, der sich mit Benjamin Hildebrand, Philipp Storz, Kevin Reukauf, Kevin Nothnagel und Chris Achtelstetter vor allem in der deutschen XCC-Serie um Siege kämpft. Philipp Storz als Europameister 2008 der Pro Lites und Benjamin Hildebrand als dritter der EM sind dabei die Erfolge der Walldorfer Motorsportler fortzusetzen. Auch 2009 konnte Philipp Storz seinen Erfolg als Europameister wiederholen.
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